Peter Mieg, Komponist, Maler, Literat 1906-1990

Peter Mieg wurde als Komponist, Maler und Literat während Jahrzehnten fotografisch dokumentiert, u.a. von bekannten Fotografinnen und Fotografen wie Thomas Cugini und Anita Niesz. Ein umfassendes Fotoarchiv befindet sich in der Peter Mieg-Stiftung.

Speziellen Stellenwert nimmt das Filmporträt „Héritage“ von Reni Mertens und Walter Marti ein (1980, 60‘, Kamera: Urs Thoenen, Erich Langjahr), welcher auf den Filmfestivals von Locarno, Mannheim und Florenz gezeigt und mit einem Schweizer Filmpreis ausgezeichnet wurde. Er ist ein eigenwilliger Versuch, auf die Sprache vollständig zu verzichten und dem Zuschauer die Persönlichkeit von Peter Mieg einzig durch die Kunstmittel des Films und die Musik näherzubringen. „Nicht selten möchte man den Film anhalten, weil das Bild, das er eben gezeigt hat, schön ist wie ein Gemälde in einem alten Rahmen“, schrieb die „Weltwoche“ nach der Premiere. Und die Filmmacher Reni Mertens und Walter Marti sprachen von einem optisch-akustischen Filmgedicht, einem Spiel von Stimmungen, Formen und Farben, einem Sprungbrett der Fantasie.

Wir sassen gebannt und fasziniert in ihrem Film und haben erst anderntags gemerkt, dass mit „Héritage“ eine völlig neue Form einer Kunstaussage geboren wurde. (Daniel Spoerri)

 

Posthum realisierte Franticek Klossner ein biographisches Filmportrait. (Peter Mieg. Komponist - Maler – Publizist, 21 Minuten, 2000).